Aṅguttara Nikāya
Das Zweier-Buch
17. Getanes und Ungetanes
Einst begab sich Jānussoni, der Brahmane, dorthin, wo der Erhabene weilte. Dort angelangt, wechselte er mit dem Erhabenen freundlichen Gruß, und nach Austausch höflicher, zuvorkommender Worte setzte er sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach Jānussoni, der Brahmane, zum Erhabenen also:
„Was ist wohl, Herr Gotama, die Ursache, was ist der Grund, daß da einige Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in niederer Welt erscheinen, auf einer Leidensfährte, in Daseinsabgründen, in einer Hölle?“
„Wegen des Getanen, Brahmane, und wegen des Ungetanen erscheinen da einige Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in niederer Welt, auf einer Leidensfährte, in Daseinsabgründen, in einer Hölle.“
„Was ist nun aber, Herr Gotama, die Ursache, was ist der Grund, daß da einige Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf glücklicher Fährte erscheinen, in himmlischer Welt?“
„Wegen des Getanen, Brahmane, und wegen des Ungetanen erscheinen da einige Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf glücklicher Fährte, in himmlischer Welt.“
„Nicht verstehe ich den ausführlichen Sinn dessen, was der Herr Gotama in Kürze gesagt, aber nicht weiter erklärt hat. Gut wäre es, wenn der Herr Gotama mir die Lehre so darlegte, daß ich des in Kürze Gesagten ausführlichen Sinn verstehe.“
„So höre denn, Brahmane, und achte wohl auf meine Worte.“
„Ja, o Herr!“ erwiderte Jānussoni, der Brahmane, dem Erhabenen. Und der Erhabene sprach also:
„Da, Brahmane, verübt einer schlechte Tat in Werken, Worten und Gedanken, und gute Tat in Werken, Worten und Gedanken unterläßt er. Insofern nun, Brahmane, erscheinen wegen des Getanen und Ungetanen einige Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in niederer Welt, auf einer Leidensfährte, in Daseinsabgründen, in einer Hölle.
Da verübt jedoch einer, Brahmane, gute Tat in Werken, Worten und Gedanken, und böse Tat in Werken, Worten und Gedanken unterläßt er. Insofern nun, Brahmane, erscheinen wegen des Getanen und wegen des Ungetanen einige Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf glücklicher Fährte, in himmlischer Welt.“
„Vortrefflich, Herr Gotama! Vortrefflich, Herr Gotama!... So nehme ich meine Zuflucht zum Herrn Gotama, zur Lehre und zur Mönchsgemeinde. Als Anhänger möge mich der Herr Gotama betrachten, als einen, der von heute ab zeitlebens Zuflucht genommen hat.“