Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

138. Lossagung

Vier Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen. Welche vier?

  • Einer, der sich körperlich losgesagt hat, nicht geistig;
  • einer, der sich geistig losgesagt hat, nicht körperlich;
  • einer, der sich weder körperlich noch geistig losgesagt hat;
  • einer, der sich sowohl körperlich als auch geistig losgesagt hat.

Wie aber, ihr Mönche, hat sich ein Mensch körperlich losgesagt, aber nicht geistig? Da bewohnt einer im Walde waldeinsame, abgelegene Behausungen; doch er hegt begehrliche Gedanken, hegt gehässige Gedanken, hegt schädigende Gedanken. So, ihr Mönche, hat sich ein Mensch körperlich losgesagt, aber nicht geistig.

Wie aber hat sich ein Mensch geistig losgesagt, aber nicht körperlich? Da bewohnt einer zwar nicht im Walde waldeinsame, abgelegene Behausungen; doch er hegt entsagende Gedanken, hegt haßlose Gedanken, hegt nicht-schädigende Gedanken. So, ihr Mönche, hat sich ein Mensch geistig losgesagt, aber nicht körperlich.

Wie aber hat sich ein Mensch weder körperlich losgesagt noch geistig? Da bewohnt einer nicht im Walde waldeinsame, abgelegene Behausungen; und er hegt begehrliche Gedanken, hegt gehässige Gedanken, hegt unfriedfertige Gedanken. So, ihr Mönche, hat sich einer weder körperlich losgesagt noch geistig.

Wie aber hat sich ein Mensch sowohl körperlich losgesagt als auch geistig? Da bewohnt einer im Walde waldeinsame, abgelegene Behausungen; und er hegt entsagende Gedanken, hegt haßfreie Gedanken, hegt friedfertige Gedanken. So, ihr Mönche, hat sich ein Mensch sowohl körperlich losgesagt als auch geistig.

Diese vier Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen.