Aṅguttara Nikāya
Das Vierer-Buch
246. Das Ruhen
Vier Arten des Ruhens gibt es, ihr Mönche. Welche vier? Das Ruhen des Toten, das Ruhen des Genußmenschen, das Ruhen des Löwen, das Ruhen des Vollendeten.
Was ist nun, ihr Mönche, das Ruhen des Toten? Meist ruhen, ihr Mönche, die Toten auf dem Rücken. Das, ihr Mönche, nennt man das Ruhen des Toten.
Was aber, ihr Mönche, ist das Ruhen des Genußmenschen? Meist ruhen, ihr Mönche, die Genußmenschen auf der linken Seite. Das, ihr Mönche, nennt man das Ruhen des Genußmenschen.
Was aber, ihr Mönche, ist das Ruhen des Löwen? Der Löwe, ihr Mönche, der König; der Tiere, ruht auf der rechten Seite, ein Bein über dem anderen, den Schweif zwischen die Schenkel eingezogen. Beim Erwachen reckt er seinen Oberkörper empor und untersucht den unteren Teil seines Körpers. Bemerkt da, ihr Mönche, der Löwe, der König der Tiere, an seinem Körper irgendwelche Unordnung oder Verwirrung, so ist der Löwe, der König der Tiere, darob ungehalten. Bemerkt aber, ihr Mönche, der Löwe, der König der Tiere, nirgends an seinem Körper irgendwelche Unordnung oder Verwirrung, so ist der Löwe, der König der Tiere, darob erfreut. Das, ihr Mönche, nennt man das Ruhen des Löwen.
Was aber, ihr Mönche, ist das Ruhen des Vollendeten? Da gewinnt, ihr Mönche, der Vollendete, ganz abgeschieden von den Sinnendingen... die erste Vertiefung... die zweite Vertiefung... die dritte Vertiefung... die vierte Vertiefung. Das, ihr Mönche, nennt man das Ruhen des Vollendeten.
Diese vier Arten des Ruhens gibt es, ihr Mönche.