Aṅguttara Nikāya
Das Vierer-Buch
274–783. Der Reihentext von der Erkenntnis der Gier
Zur völligen Erkenntnis der Gier, ihr Mönche, sind vier Dinge zu entfalten. Welch vier?
(a) Da weilt, ihr Mönche, der Mönch beim Körper in Betrachtung des Körpers, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Vermeiden weltlichen Begehrens und Kummers; er weilt bei den Gefühlen in Betrachtung der Gefühle—beim Geisteszustand in Betrachtung des Geisteszustands—bei den Geistobjekten in Betrachtung der Geistobjekte, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Vermeiden weltlichen Begehrens und Kummers.
Da erzeugt, ihr Mönche, der Mönch in sich den Willen, nicht aufgestiegene üble, unheilsame Dinge nicht aufsteigen zu lassen; er strebt danach, setzt seine Willenskraft ein, treibt seinen Geist an und kämpft darum. Er erzeugt in sich den Willen, aufgestiegene üble, unheilsame Dinge zu überwinden; er strebt danach, setzt seine Willenskraft ein, treibt seinen Geist an und kämpft darum. Er erzeugt in sich den Willen, nicht aufgestiegene heilsame Dinge aufsteigen zu lassen; er strebt danach, setzt seine Willenskraft ein, treibt seinen Geist an und kämpft darum. Er erzeugt in sich den Willen, aufgestiegene heilsame Dinge zu festigen, nicht schwinden zu lassen, sondern sie zu Wachstum und voller Entfaltung zu bringen; er strebt danach, setzt seine Willenskraft ein, treibt seinen Geist an und kämpft darum. Da entfaltet, ihr Mönche, der Mönch die in Sammlung der Absicht—in Sammlung der Willenskraft—in Sammlung des Geistes—in Sammlung der Forschungskraft bestehende und von Anstrengung und Willensentschluß begleitete Machtfährte.
Zur völligen Erkenntnis der Gier, ihr Mönche, sind diese vier Dinge zu entfalten.
(b) Zur Durchschauung der Gier, ihr Mönche—zu ihrer Überwindung, Vernichtung, Erlöschung, Abwendung, Zerstörung, Entäußerung und zur Loslösung von ihr sind jene vier Dinge zu entfalten.
(c) Zur völligen Erkenntnis von Haß, von Verblendung, Zorn, Wut, Verkleinerungssucht, Herrschsucht, Neid, Geiz, Gleisnerei, Falschheit, Hartnäckigkeit, Heftigkeit, Dünkel, Hochmut, Rausch und Lässigkeit, und zu deren Durchschauung, Überwindung, Vernichtung, Erlöschung, Abwendung, Zerstörung, Entäußerung und zur Loslösung von ihnen sind jene vier Dinge zu entfalten.