Die Fragen des Königs Milinda

Teil 3: Lösungen der Zweifel

Kapitel 5

3.5.2. Buddhas Unübertroffenheit

Der König sprach: „Ist wohl, ehrwürdiger Nāgasena, der Erleuchtete unübertroffen?“

„Ja, o König, der Erleuchtete ist unübertroffen.“

„Woher aber weißt du denn das, wenn du den Erleuchteten gar nicht gesehen hast?“

„Was meinst du, o König? Mag wohl einer, ohne je zuvor das Meer gesehen zu haben, wissen, daß dasselbe tief, unermeßlich und unergründlich ist; dieses Meer, in das die fünf großen Ströme, wie Ganges, Jumnā, Aciravatī, Sarabhū und Mahī, beständig und unaufhörlich sich ergießen, ohne daß irgend welche Zu- oder Abnahme zu bemerken wäre?“

„Gewiß, o Herr. Das kann man wissen.“

„Ebenso auch, o König, weiß ich, wenn ich die großen Jünger, die vom Wahn Erlösten, sehe, daß der Erhabene unübertroffen ist.“

„Klug bist du, ehrwürdiger Nāgasena!“