Petavatthu

Buch 1

3. Der Stinkmund

Nārada:
Gar himmlisch lieblich bist du anzuseh’n und schön,
du stehst und schwebst im Raume in der Luft,
doch deinen übelriechend Mund zerfressen Würmer.
Was ist es für ein Werk, das einstmals du gewirkt?

Peta:
Ich war Asket, war böse, Schlechtes redend,
im Wandel Büßer, unbezähmt in Worten.
Erlangt hab ich durch Buße schöne Artung,
doch stinkt mein Mund, weil ich hab hintertragen.

Dies hast du, Nārada, nun also selbst geseh’n,
was mitleidsvoll die Guten würden sagen:
„Sprich niemals hintertragend, niemals lügend,
dann wirst gewiss ein wunschgenießend Yakkha du.“