Saṃyutta Nikaya 22
Die Daseinsgruppen
31. Die Wurzel des Übels
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sāvatthī, im Jeta-Hain, im Kloster des Anāthapindika.
Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: „Ihr Mönche!“—„Ja, o Herr“, antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:
„Das Übel will ich euch zeigen, ihr Mönche, und die Wurzel des Übels. So höret und achtet wohl auf! Ich werde sprechen.
Was nun, ihr Mönche, ist das Übel?
Die Körperlichkeit ist ein Übel, das Gefühl—die Wahrnehmung—die Gestaltungen—das Bewußtsein sind ein Übel.
Dies, ihr Mönche, wird das ‚Übel‘ genannt.
Und was, ihr Mönche, ist die Wurzel des Übels?
Es ist dieses Begehren, das Wiedergeburt erzeugende, mit Lust-Gier verbundene, hier und dort sich ergötzende, nämlich das Begehren nach Sinnlichkeit, nach Dasein, nach Nichtsein. Dies, ihr Mönche, wird die ‚Wurzel des Übels‘ genannt.“