Vimānavatthu
Wege zum Himmel
9. Die Lampe
Moggallāna:
Gar überschön bist du allhier,
wie du da stehst, o Göttliche,
nach zehn der Seiten strahlend hin,
so wie der Morgenstern es tut.Woher bist du geworden so,
weshalb hast dieses du erlangt
und fallen dir Genüsse zu,
die lieb dem Geiste immer sind?Woher strahlst du so fleckenlos,
glänzt heller als die Götterschar?
Woher kommt’s dass die Glieder dein
in jede Richtung strahlen aus?Ich frage dich, o Göttin, du Vielmächt’ge,
als Mensch du warst, durch welch Verdienst wohl
hast du bewirkt denn, dass du also leuchtest,
dass allerwärts dein Körper herrlich strahlt?Sprecher:
Die Gottheit, die im Geist beglückt,
als Moggallāna sie befragt,
erklärt auf seine Frage ihm,
welch Wirken diese Frucht erzeugt.Göttin:
Als unter Menschen ich einst Mensch geworden,
als ich in Menschenwelt zuletzt geboren,
in dunkler Nacht, in der totalen Finsternis,
gab eine Lampe ich, als Zeit für Licht es war.In dunkler Nacht, in der totalen Finsternis,
wer da, wenn’s Zeit für Licht, wohl eine Lampe gibt,
er im Vimāna dann juwelengleich erscheint,
mit vielen Blumen und mit Lotussen geschmückt.Daher bin ich geworden so,
deshalb hab dieses ich erlangt
und fallen mir Genüsse zu,
die lieb dem Geiste immer sind.Daher strahl ich so fleckenlos,
glänz heller als die Götterschar,
daher kommt’s dass die Glieder mein
in jeder Richtung strahlen aus.So zeigt ich dir, o Mönch, du vielfach Mächt’ger,
durch welch Verdienst als Menschgeword’ne einst ich
bewirkt hab, dass ich also leuchte,
dass allerwärts mein Körper herrlich strahlt.