Aṅguttara Nikāya
Das Dreier-Buch
22. Die drei Kranken
Drei Arten von Kranken sind in der Welt anzutreffen, ihr Mönche. Welche drei?
Mag da ein gewisser Kranker zuträgliche Speisen erhalten oder nicht erhalten, mag er zuträgliche Arzneien erhalten oder nicht erhalten, mag er einen tüchtigen Wärter erhalten oder nicht erhalten: er gesundet eben nicht von seiner Krankheit.
Mag da ein gewisser Kranker zuträgliche Speisen erhalten oder nicht erhalten, mag er zuträgliche Arzneien erhalten oder nicht erhalten, mag er einen tüchtigen Wärter erhalten oder nicht erhalten: er gesundet eben von seiner Krankheit.
Ein anderer Kranker aber gesundet nur dann von seiner Krankheit, wenn er zuträgliche Speisen erhält und es ihm daran nicht fehlt, wenn er zuträgliche Arzneien erhält und es ihm daran nicht fehlt, wenn er einen tüchtigen Wärter erhält und es ihm daran nicht fehlt.
Für jenen Kranken nun, ihr Mönche, der nur dann von seiner Krankheit gesundet, wenn er zuträgliche Speise, zuträgliche Arzneien und einen tüchtigen Wärter erhält und es ihm daran nicht fehlt: für jenen Kranken wird Krankenkost verordnet, wird Krankenarznei verordnet, wird ein Krankenwärter verordnet. Neben diesem Kranken aber, ihr Mönche, hat man auch die anderen Kranken zu pflegen.
Ebenso nun auch, ihr Mönche, finden sich drei diesen Kranken ähnliche Menschen in der Welt. Welche drei?
Mag da ein gewisser Mensch den Vollendeten zu sehen bekommen oder nicht zu sehen bekommen, mag er die vom Vollendeten verkündete Lehre und Zucht zu hören bekommen oder nicht zu hören bekommen: er betritt eben nicht den Pfad der Gewißheit, gewinnt nicht Vollkommenheit im Guten.
Mag da ein gewisser Mensch den Vollendeten zu sehen bekommen oder nicht zu sehen bekommen, mag er die vom Vollendeten verkündete Lehre und Zucht zu hören bekommen oder nicht zu hören bekommen: er betritt eben den Pfad der Gewißheit, gewinnt Vollkommenheit im Guten.
Ein anderer Mensch aber betritt nur dann den Pfad der Gewißheit und gewinnt Vollkommenheit im Guten, wenn er den Vollendeten zu sehen bekommt und es ihm daran nicht fehlt, wenn er die vom Vollendeten verkündete Lehre und Zucht zu hören bekommt und es ihm daran nicht fehlt.
Für jenen Menschen nun, ihr Mönche, der nur dann den Pfad der Gewißheit betritt und Vollkommenheit gewinnt im Guten, wenn er den Vollendeten zu sehen bekommt und es ihm daran nicht fehlt, wenn er die vom Vollendeten verkündete Lehre und Zucht zu hören bekommt und es ihm daran nicht fehlt: für diesen Menschen hat der Vollendete den Vortrag der Lehre verordnet. Wegen dieser Menschen aber, ihr Mönche, soll man auch anderen die Lehre vortragen.
Diese drei den Kranken ähnlichen Menschen sind in der Welt anzutreffen.