Aṅguttara Nikāya
Das Dreier-Buch
82. Das Gleichnis vom Esel
Gleichwie, ihr Mönche, wenn ein Esel, der hinter der Rinderherde herläuft, denken möchte: ‚Auch ich bin ein Rind! Auch ich bin ein Rind!‘, so hat er doch nicht dasselbe Aussehen, nicht dieselbe Stimme, nicht denselben Gang wie ein Rind, sondern er läuft eben bloß hinter der Rinderherde her und denkt: ‚Auch ich bin ein Rind! Auch ich bin ein Rind!‘
Ebenso auch, ihr Mönche, läuft da der eine oder andere Mönch hinter der Schar der Mönche her und denkt: ‚Auch ich bin ein Mönch! Auch ich bin ein Mönch!‘ Doch er hat nicht denselben Eifer bei der Befolgung der hohen Sittlichkeitsübung, nicht denselben Eifer bei der Befolgung der hohen Geistesübung, nicht denselben Eifer bei der Befolgung der hohen Weisheitsübung wie die anderen Mönche. Er läuft eben bloß hinter der Schar der Mönche her und denkt: ‚Auch ich bin ein Mönch! Auch ich bin ein Mönch!‘
Darum, ihr Mönche, sei euer Streben: ‚Äußersten Eifer wollen wir bekunden bei der Befolgung der hohen Sittlichkeitsübung; äußersten Eifer wollen wir bekunden bei der Befolgung der hohen Geistesübung; äußersten Eifer wollen wir bekunden bei der Befolgung der hohen Weisheitsübung.‘ Das, ihr Mönche, sei euer Streben!