Aṅguttara Nikāya

Das Dreier-Buch

94. Die Herbstsonne

Gleichwie, ihr Mönche, zur Herbstzeit, am klaren, wolkenlosen Himmel die Sonne, die Lüfte durcheilend, das den ganzen Himmelsraum füllende Dunkel zerteilend, glüht und leuchtet und strahlt: ebenso auch, ihr Mönche, wird der edle Jünger, wenn ihm das ungetrübte, unbefleckte Auge der Wahrheit aufgeht, mit dem Aufgehen der Erkenntnis von drei Fesseln befreit:

  • dem Persönlichkeitsglauben,
  • der Zweifelsucht
  • dem Hängen an Regeln und Riten.

Und ferner löst er sich von zwei Eigenschaften, der Begehrlichkeit und dem Haß. Ganz abgeschieden von den Sinnendingen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, gewinnt er die mit Gedankenfassen und Überlegen verbundene, in der Abgeschiedenheit geborene, von Verzückung und Glücksgefühl erfüllte erste Vertiefung. Sollte nun, ihr Mönche, der edle Jünger zu jener Zeit sterben, so gäbe es keine Fessel mehr, durch die gebunden, der edle Jünger wieder zu dieser Welt zurückkehren könnte.