Aṅguttara Nikāya

Das Vierer-Buch

115. Angenehme und unangenehme Handlungen

Vier Handlungen gibt es, ihr Mönche. Welche vier?

  • Es gibt, ihr Mönche, eine Handlung, die auszuführen unangenehm ist und deren Ausführung Unheil bringt.
  • Es gibt eine Handlung, die auszuführen unangenehm ist, deren Ausführung aber Segen bringt.
  • Es gibt eine Handlung, die auszuführen angenehm ist, deren Ausführung aber Unheil bringt.
  • Es gibt eine Handlung, die auszuführen angenehm ist und deren Ausführung Segen bringt.

Diejenige Handlung nun, die auszuführen unangenehm ist und deren Ausführung Unheil bringt, diese Handlung glaubt man eben aus diesen beiden Gründen nicht ausführen zu sollen. Weil es unangenehm ist, diese Handlung auszuführen, schon aus diesem Grunde glaubt man, sie nicht tun zu sollen. Und weil ihre Ausführung Unheil bringt, auch aus diesem Grunde glaubt man, sie nicht tun zu sollen. Aus beiden Gründen eben, ihr Mönche, glaubt man, diese Handlung nicht tun zu sollen.

Bei einer Handlung nun, die auszuführen unangenehm ist, deren Ausführung aber Segen bringt, bei dieser Handlung, ihr Mönche, kann man den Toren und den Weisen erkennen, an der männlichen Kraft, der männlichen Anstrengung, der männlichen Ausdauer. Der Tor nämlich, ihr Mönche, überlegt nicht: ‚Wenn es auch unangenehm ist, diese Handlung auszuführen, so bringt ihre Ausführung doch Segen.‘ Und er unterläßt jene Handlung. Daß er aber jene Handlung unterläßt, das gereicht ihm zum Unheil. Der Weise aber, ihr Mönche, überlegt: ‚Wenn es auch unangenehm ist, diese Handlung auszuführen, so bringt ihre Ausführung doch Segen.‘ Und er führt dann jene Handlung aus. Daß er sie aber ausführt, das gereicht ihm zum Segen.

Bei einer Handlung nun, die auszuführen angenehm ist, deren Ausführung aber Unheil bringt, auch bei dieser Handlung kann man den Toren und den Weisen erkennen, an der männlichen Kraft, der männlichen Anstrengung, der männlichen Ausdauer. Der Tor nämlich, ihr Mönche, überlegt nicht: ‚Wenn es auch angenehm ist, diese Handlung auszuführen, so bringt ihre Ausführung doch Unheil.‘ Und er führt dann jene Handlung aus. Daß er sie aber ausführt, das gereicht ihm zum Unheil. Der Weise aber, ihr Mönche, überlegt: ‚Wenn es auch angenehm ist, diese Handlung auszuführen, so bringt ihre Ausführung doch Unheil.‘ Und er unterläßt jene Handlung. Daß er sie aber unterläßt, das gereicht ihm zum Segen.

Diejenige Handlung nun, die auszuführen angenehm ist und deren Ausführung Segen bringt, diese Handlung glaubt man eben aus diesen beiden Gründen ausführen zu sollen. Weil ihre Ausführung angenehm ist, schon aus diesem Grunde glaubt man, sie ausführen zu sollen. Und weil ihre Ausführung Segen bringt, auch aus diesem Grunde glaubt man, sie ausführen zu sollen. Aus beiden Gründen eben, ihr Mönche, glaubt man, diese Handlung ausführen zu sollen.

Diese vier Handlungen gibt es, ihr Mönche.