Aṅguttara Nikāya

Das Fünfer-Buch

156. Bestand und Schwinden der Guten Lehre III

Fünf Umstände, ihr Mönche, führen zum Schwinden und Untergang der Guten Lehre. Welche fünf?

Ferner, ihr Mönche: da besteht eine Spaltung in der Mönchsgemeinde; und ist die Mönchsgemeinde gespalten, dann beschuldigt einer den anderen, beschimpft einer den anderen, intrigiert einer gegen den anderen, verjagt einer den anderen; und wer da kein Vertrauen hat, der erlangt es nicht, und bei manchen der Vertrauensvollen tritt eine Wandlung ein. Das ist der fünfte Umstand, der zum Schwinden und Untergang der Guten Lehre führt. (Wie in AN 5.54)

Fünf Umstände, ihr Mönche, führen zum Fortbestand der Guten Lehre, zu ihrer Erhaltung und Ausbreitung. Welche fünf?

(Die ersten vier Umstände: wie in AN 4.160)

Ferner, ihr Mönche: da lebt die Mönchsgemeinde in Frieden und Eintracht, ohne Streit; sie folgt ein und denselben Vorschriften und lebt ungestört. Lebt nämlich die Mönchsgemeinde in Eintracht, dann beschuldigt nicht einer den anderen, beschimpft nicht einer den anderen, intrigiert nicht einer gegen den anderen, vertreibt nicht einer den anderen; dadurch aber gewinnen die Vertrauenslosen Vertrauen und die Vertrauensvollen werden bestärkt. Das ist der fünfte Umstand, der zum Fortbestand der Guten Lehre führt, zu ihrer Erhaltung und Ausbreitung.