Die Fragen des Königs Milinda

Teil 7

Kapitel 1

7.2.4. Die Leopardin

„Eine Eigenschaft der Leopardin, sagst du, ehrwürdiger Nāgasena, habe man anzunehmen: welches ist diese?“

„Gleichwie, o König, die Leopardin nur einmal schwanger wird und dann niemals mehr das Männchen aufsucht: so auch soll der Yogi, der Yogabeflissene, die künftige Wiedergeburt bedenken, die Entstehung, die Leibesfrucht, das Abscheiden, den Zerfall, das Versiegen, den Untergang, den Schrecken der Daseinsrunde, die Leidensstätten, die Mühseligkeiten und Bedrängnisse, und er soll den weisen Entschluß fassen: ‚Nie will ich mehr in einer anderen Welt ins Dasein treten!‘ Das, o König, ist die eine Eigenschaft der Leopardin die er anzunehmen hat. Auch der Erhabene, o König, der Gott der Götter, sagt im Sutta-Nipāta, im Sutta vom Herdenbesitzer Dhaniya:

Gleichwie der Stier, der seine Fesseln sprengt,
Der Ilph, der's faule Dickicht niedertritt,
So kehr' ich nie mehr ein im Mutterleibe,
Drum, Wolke, regne ruhig, wenn du willst.“