Vimānavatthu

Wege zum Himmel

22. (II, 5): Die glückliche Frau

Buddha:
Mit Blau und Gelb und auch mit Schwarz,
Mit Krapprot und mit Rot bedeckt,
mit allen Farben, dunkel, hell,
von Blumen allerschönster Art,

so zier’n dich vom Korallenbaum
die Blüten und bekränzen dich;
nicht tragen andre Bäume noch
wohl Blüten, die vergleichbar fein.

Bei Dreiunddreißig Göttern da,
wodurch hast deren Ruhm erlangt?
So frage, Göttin, ich dich nun:
Die Frucht von welchem Wirken ist’s?

Göttin:
Als „Glücksfrau“ war ich einst bekannt
in Kimbila. Anhängerin
vertrauensvoll, tugendbewährt,
erfreut ich mich am Geben stets.

Gab Kleidung und auch Essen gern,
gab Sitz und Lager und auch Licht,
mit heiterem Gemüte stets
an die, die aufrecht, gerade sind.

Bei Vollmond und bei Neumond auch,
bei jedem Halbmondsfeiertag
und auch beim außerordentlichen
die acht Gebote hielt ich ein.
So feiert ich den Feiertag,
die Tugenden hielt ein ich stets,

vom Töten hielt ich ferne mich,
vom Lügen hielt ich mich zurück,
vom Stehlen, auch vom Ehebruch
und trank nichts, was berauschen kann.

Fünf Übungsschritte freuten mich,
der edlen Wahrheit eingedenk,
war Anhäng’rin Gotamas
und dabei ernsten Sinnes stets.
Gelegenheit zum Tun hab ich genutzt,
geschickt im Tun schied ich hier ab,
selbstleuchtend nun im Wonnehain
der Götter wandele ich froh.

Die Mönche, die da mitleidvoll zu höchstem Wohle,
die speist ich, ein Asketenpaar des großen Muni,
Gelegenheit zum Tun hab ich genutzt,
geschickt im Tun schied ich hier ab,
selbstleuchtend nun im Wonnehain
der Götter wandele ich froh.

Den achtgeteilten Feiertag hielt ständig ich,
der unermesslich Wohl und Glück herbeizieht.
Gelegenheit zum Tun hab ich genutzt,
geschickt im Tun schied ich hier ab,
selbstleuchtend nun im Wonnehain
der Götter wandele ich froh.