Aṅguttara Nikāya
Das Dreier-Buch
112. Entstehen und Ende des Begehrens
Drei Entstehungsgründe der Taten gibt es, ihr Mönche. Welche drei? Auf Grund vergangener giererregender Dinge entsteht Begehren, oder auf Grund gegenwärtiger oder auf Grund zukünftiger.
Wie aber, ihr Mönche, entsteht auf Grund vergangener, gegenwärtiger oder zukünftiger giererregender Dinge das Begehren? Da erwägt man vergangene, gegenwärtige oder zukünftige giererregende Dinge im Geiste, denkt darüber nach. Während man sie aber im Geiste erwägt, über sie nachdenkt, entsteht in einem das Begehren. Begehrlich geworden, ist man an jene Dinge gefesselt; denn die Gierbefleckung des Geistes nenne ich eine Fessel, ihr Mönche. So entsteht auf Grund vergangener, gegenwärtiger oder zukünftiger giererregender Dinge das Begehren.
Diese drei Entstehungsgründe der Taten gibt es, ihr Mönche.
Drei (weitere) Entstehungsgründe der Taten gibt es, ihr Mönche. Welche drei? Auf Grund vergangener oder gegenwärtiger oder zukünftiger giererregender Dinge entsteht kein Begehren.
Wie aber, ihr Mönche entsteht auf Grund vergangener, gegenwärtiger oder zukünftiger Dinge kein Begehren? Da erkennt man der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen giererregenden Dinge künftiges Ergebnis (vipākam, d.i. das Karma-Ergebnis). Ihr künftiges Ergebnis kennend, meidet man sie. Indem man sie aber meidet und den Geist von ihnen abwendet, erkennt man sie weise durchdringend. So entsteht auf Grund vergangener, gegenwärtiger oder zukünftiger giererregender Dinge kein Begehren.