Aṅguttara Nikāya
Das Dreier-Buch
115. Ermesslich und unermesslich
Drei Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen. Welche drei? Der leicht Ermessliche, der schwer Ermessliche und der Unermessliche.
Welcher Mensch aber gilt als leicht ermesslich? Da ist ein Mensch aufgeregt, aufgeblasen, unstet, schwatzhaft, ein zerfahrener Plauderer, ohne Achtsamkeit und Wissensklarheit, ohne Sammlung, zerstreut, mit frei schweifenden Sinnen. Diesen Menschen nennt man leicht ermesslich.
Welcher Mensch aber ist schwer ermesslich? Da ist ein Mensch nicht aufgeregt, nicht aufgeblasen, nicht unstet, nicht schwatzhaft, kein zerfahrener Plauderer, achtsam und wissensklar, gesammelt, geeinten Geistes, beherrscht in seinen Sinnen. Diesen Menschen nennt man schwer ermesslich.
Welcher Mensch aber ist unermesslich? Da ist ein Mönch ein Heiliger, ein Triebversiegter. Diesen Menschen nennt man unermesslich.
Diese drei Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen.