Aṅguttara Nikāya
Das Vierer-Buch
27. Asketentugend
Vier Dinge, ihr Mönche, sind unscheinbar, sind leicht zu erlangen und sind untadelhaft. Welche vier?
Ein Fetzengewand, ihr Mönche, ist unter den Gewändern unscheinbar, ist leicht zu erlangen und ist untadelhaft.
Brockenspeise (auf dem Almosengang des Mönchs eingesammelt), ihr Mönche, ist unter den Nahrungsmitteln unscheinbar, ist leicht zu erlangen und ist untadelhaft.
Der Fuß eines Baumes, ihr Mönche, ist unter den Wohnstätten unscheinbar, ist leicht zu erlangen und ist untadelhaft.
Fauler Rinderurin (Rinderurin wird mit darin eingelegten bitteren Myrobalan-Früchten abgelagert und dient so als ein erprobtes Heil- und Stärkungsmittel), ihr Mönche, ist unter den Arzneien unscheinbar, ist leicht zu erlangen und ist untadelhaft.
Diese vier Dinge, ihr Mönche, sind unscheinbar, leicht zu erlangen und sind untadelhaft.
Wenn nun, ihr Mönche, der Mönch mit wenigem zufrieden ist, mit leicht erhältlichem, so ist dies in ihm eine der Asketentugenden: so sage ich.
„Wer sich begnügt mit Einwandfreiem,
das leicht erhältlich, unscheinbar,
der hegt um seiner Wohnstatt willen,
um Essen, Trinken und Gewand
im Herzen keinerlei Verdruß;
er findet nirgends Widerstand.Die Tugenden, die ihm gewiesen wurden,
wie für Asketen sie geziemend sind,
dem stets Zufriedenen sind sie zu eigen,
dem Mönche, der sich eifrig übt.“