Aṅguttara Nikāya
Das Fünfer-Buch
144. Die Betrachtung über Widerliches und Nichwiderliches
(Im Tikandaki-Walde bei Sāketa.)
Gut ist es, ihr Mönche, wenn der Mönch von Zeit zu Zeit Nichtwiderliches als widerlich betrachtet ; wenn er Widerliches als nicht widerlich betrachtet ; wenn er Nichtwiderliches und Widerliches als widerlich betrachtet; wenn er Widerliches und Nichtwiderliches als nicht widerlich betrachtet; wenn er beides, Widerliches und Nichtwiderliches, verwerfend, gleichmütig verweilt, achtsam und wissensklar.
Aus welchem Beweggrund aber, ihr Mönche, mag der Mönch Nichtwiderliches als widerlich betrachten? Damit ihm bei den giererregenden Dingen keine Gier aufsteige. Aus welchem Beweggrund aber mag er Widerliches als nichtwiderlich betrachten? Damit ihm bei den haßerregenden Dingen kein Haß aufsteige.
Aus welchem Beweggrund aber mag er Nichtwiderliches und Widerliches als widerlich betrachten? Damit ihm bei den giererregenden Dingen keine Gier und bei den haßerregenden Dingen kein Haß aufsteige.
Aus welchem Beweggrund aber mag er Widerliches und Nichtwiderliches als nicht widerlich betrachten? Damit ihm bei den haßerregenden Dingen kein Haß und bei den giererregenden Dingen keine Gier aufsteige.
Aus welchem Beweggrund aber mag er beides, Widerliches und Nichtwiderliches, verwerfend, gleichmütig verweilen, achtsam und wissensklar? Damit ihm bei keiner Gelegenenheit, nirgends, irgendwie, bei den giererregenden Dingen Gier aufsteige, bei den haßerregenden Dingen Haß aufsteige und bei den verblendenden Dingen Verblendung aufsteige.