Aṅguttara Nikāya

Das Fünfer-Buch

249. Dem Leichenfeld ähnlich

Fünf Nachteile, ihr Mönche, hat das Leichenfeld:

  1. es ist schmutzig,
  2. übelriechend,
  3. gefährlich,
  4. die Behausung wilder Unholde,
  5. die Klagestätte vieler Menschen.

Ebenso auch, ihr Mönche, zeigen sich bei einem dem Leichenfelde ähnlichen Menschen fünf Nachteile. Welche fünf?

  1. Da ist ein Mensch behaftet mit schmutziger Tat in Werken, Worten und Gedanken. Das nenne ich seinen Schmutz; und dem schmutzigen Leichenfelde ähnlich nenne ich diesen Menschen.
  2. Über den mit schmutziger Tat Behafteten aber verbreitet sich ein schlechter Ruf. Das nenne ich seinen üblen Geruch; und dem übelriechenden Leichenfelde ähnlich nenne ich einen solchen Menschen.
  3. Dem mit schmutziger Tat Behafteten weichen die gesitteten Ordensbrüder schon von Ferne aus. Das nenne ich seine Gefährlichkeit; und dem gefährlichen Leichenfelde ähnlich nenne ich einen solchen Menschen.
  4. Der mit schmutziger Tat Behaftete gesellt sich zu seinesgleichen. Das nenne ich sein Hausen mit Wilden; und dem von wilden Unholden behausten Leichenfelde ähnlich nenne ich einen solchen Menschen.
  5. Sobald aber den mit schmutziger Tat Behafteten die gesitteten Ordensbrüder erblicken, brechen sie in Klagen aus: „Ach, ist das ein Elend für uns, daß wir mit derartigen Menschen zusammen leben müssen!“ Das nenne ich eine Klagestätte; und dem die Klagestätte vieler Menschen bildenden Leichenfelde ähnlich nenne ich diesen Menschen.

Diese fünf Nachteile, ihr Mönche, besitzt der dem Leichenfelde ähnliche Mensch.