Aṅguttara Nikāya
Das Fünfer-Buch
249. Dem Leichenfeld ähnlich
Fünf Nachteile, ihr Mönche, hat das Leichenfeld:
- es ist schmutzig,
- übelriechend,
- gefährlich,
- die Behausung wilder Unholde,
- die Klagestätte vieler Menschen.
Ebenso auch, ihr Mönche, zeigen sich bei einem dem Leichenfelde ähnlichen Menschen fünf Nachteile. Welche fünf?
- Da ist ein Mensch behaftet mit schmutziger Tat in Werken, Worten und Gedanken. Das nenne ich seinen Schmutz; und dem schmutzigen Leichenfelde ähnlich nenne ich diesen Menschen.
- Über den mit schmutziger Tat Behafteten aber verbreitet sich ein schlechter Ruf. Das nenne ich seinen üblen Geruch; und dem übelriechenden Leichenfelde ähnlich nenne ich einen solchen Menschen.
- Dem mit schmutziger Tat Behafteten weichen die gesitteten Ordensbrüder schon von Ferne aus. Das nenne ich seine Gefährlichkeit; und dem gefährlichen Leichenfelde ähnlich nenne ich einen solchen Menschen.
- Der mit schmutziger Tat Behaftete gesellt sich zu seinesgleichen. Das nenne ich sein Hausen mit Wilden; und dem von wilden Unholden behausten Leichenfelde ähnlich nenne ich einen solchen Menschen.
- Sobald aber den mit schmutziger Tat Behafteten die gesitteten Ordensbrüder erblicken, brechen sie in Klagen aus: „Ach, ist das ein Elend für uns, daß wir mit derartigen Menschen zusammen leben müssen!“ Das nenne ich eine Klagestätte; und dem die Klagestätte vieler Menschen bildenden Leichenfelde ähnlich nenne ich diesen Menschen.
Diese fünf Nachteile, ihr Mönche, besitzt der dem Leichenfelde ähnliche Mensch.