Die Fragen des Königs Milinda

Teil 3: Lösungen der Zweifel

Kapitel 7

3.7.16. Eine schwierige Aufgabe

Der Ordensältere sprach: „Eine gar schwierige Aufgabe, o König, hat der Erhabene gelöst.“

„Welche denn, ehrwürdiger Nāgasena?“

„Etwas Schwieriges, o König, wurde vom Erhabenen darin geleistet, daß er bei diesen unkörperlichen Vorgängen, nämlich dem Bewußtsein und den Bewußtseinsfaktoren, die mit einem einzigen Objekt auftreten, ihre Analyse darlegte: Dies ist Sinneneindruck, dies ist Gefühl, dies ist Wahrnehmung, dies ist Wille, dies ist Bewußtsein.“

„Gib mir ein Gleichnis hierzu!“

„Nimm an, o König, ein Mann führe mit seinem Boote auf die hohe See hinaus, schöpfte dort mit der hohlen Hand etwas Wasser und kostete es. Würde da wohl, o König, jener Mann unterscheiden können, ob dieses Wasser aus dem Ganges stammt oder aus der Jumnā oder der Aciravatī oder der Sarabhū oder der Mahī?“

„Schwerlich würde er das können, o Herr.“

„Eine aber noch viel schwierigere Aufgabe als diese, o König, hat der Erhabene gelöst, indem er bei diesen unkörperlichen Vorgängen, nämlich dem Bewußtsein und den Bewußtseinsfaktoren, die mit einem einzigen Objekt auftreten, ihre Analyse darlegte: Dies ist Sinneneindruck, dies ist Gefühl, dies ist Wahrnehmung, dies ist Wille, dies ist Bewußtsein.“

„Ja, vortrefflich, o Herr!“? stimmte da der König erfreut bei.