Die Fragen des Königs Milinda

Teil 7

Kapitel 1

7.2.1. Der Esel

„Eine Eigenschaft des Esels, sagst du, ehrwürdiger Nagasena, habe man anzunehmen: welches ist diese?“

„Wo auch immer, o König, der Esel sich hinlegt—sei es ein Kehrichthaufen, der Markt, ein Kreuzungsplatz, das Dorftor oder ein Strohhaufen—nirgends schläft er lange.

Ebenso auch, o König, soll der Yogi, der Yogabeflissene, wo immer er sein Lederstück ausgebreitet hat und schlafen muß—sei es auf einem Stroh- oder Blätterlager, einem hölzernen Bett oder der Erde—nicht dem langen Schlafe hingegeben sein. Dies, o König, ist die eine Eigenschaft, die er anzunehmen hat. Auch der Erhabene, o König, der Gott der Götter, hat gesagt:

‚Mit einem Holzblock als Kopfstütze, o Mönch, weilen jetzt meine Jünger, unermüdlich und eifrig im Kampfe.‘ Und auch der Ordensältere Sāriputta, o König, der Feldherr des Gesetzes, hat gesagt:

Wenn noch nicht fußhoch Regen fällt,
Genügt dem Mönche das zum Wohlsein,
Der, mit gekreuzten Beinen sitzend,
Eifrig dem Kampf ergeben ist.“