Die Fragen des Königs Milinda

Teil 7

Kapitel 2

7.3.7. Der Mastbaum

„Eine Eigenschaft des Mastbaumes, sagst du, ehrwürdiger Nāgasena, habe man anzunehmen: welches ist diese?“

„Gleichwie, o König, der Mastbaum Taue, Riemen und Segel trägt: so auch soll der Yogi, der Yogabeflissene, mit Achtsamkeit und Geistesklarheit ausgestattet sein, klaren Geistes sein beim Hingehen und Kommen, beim Hinblicken und Wegblicken, beim Beugen und Strecken, beim Tragen von Gewand und Almosenschale, beim Essen und Trinken, Kauen und Schmecken, Saugen, beim Verrichten der Notdurft, beim Gehen und Stehen, Sitzen und Liegen, Schlafen und Wachen, Sprechen und Schweigen (D.10). Das, o König, ist die eine Eigenschaft des Mastbaumes, die er anzunehmen hat. Auch der Erhabene, o König, der Gott der Götter, hat gesagt: ‚Achtsam, ihr Mönche, möge der Mönch verweilen und geistesklar. Das gelte euch als meine Weisung.‘“