Die Fragen des Königs Milinda

Teil 7

Kapitel 6

7.7.3. Die gefleckte Schildkröte

„Eine Eigenschaft der Schildkröte, sagst du, ehrwürdiger Nāgasena, habe man anzunehmen: welches ist diese?“

„Gleichwie, o König, die gefleckte Schildkröte aus Wasserscheu dem Wasser aus dem Wege geht und dadurch, daß sie das Wasser meidet, nichts an ihren Lebensjahren einbüßt: so auch soll der Yogi, der Yogabeflissene, in der Lässigkeit eine Gefahr erblicken und einen Vorzug und Segen in unablässigem Streben. Denn solange er darin eine Gefahr erblickt, geht er der Asketenschaft nicht verlustig, sondern kommt dem Nibbāna immer näher. Das, o König, ist die eine Eigenschaft der gefleckten Schildkröte, die er anzunehmen hat. Auch der Erhabene, o König, der Gott der Götter, sagt im ‚Pfad der Lehre) (Dhammapada):

Der Mönch, der Freude hat am Streben,
In Lässigkeit Gefahr erblickt,
Ist nicht mehr fähig eines Rückfalls,
Ist dem Nibbāna nicht mehr fern.“