Petavatthu

Buch 1

12. Die Schlange

Vater:
Wie Schlange ihre alte Haut
nun abstreift und dann weitergeht,
so, wenn der Leib nicht mehr genießt,
weil tot, weil er zu Petas ging.

Da er verbrannt ist, weiß er nichts
von der Verwandten Klag’ um ihn.
Deshalb ich weine nicht um ihn,
gegangen ist er seinen Gang.

Mutter:
Unaufgefordert kam er her,
ohn’ Abschied ging er wieder fort.
So wie er kam, so ging er auch,
warum sollt’ klagen ich dazu?

Da er verbrannt ist, weiß er nichts
von der Verwandten Klag’ um ihn.
Deshalb ich weine nicht um ihn,
gegangen ist er seinen Gang.

Schwester:
Abmagern würd’ ich, wenn ich wein’,
welch Früchte brächt’ mir solches ein?
Verwandten, Freund, Genossen auch
würd’ Unlust ich nur mehren noch.

Da er verbrannt ist, weiß er nichts
von der Verwandten Klag’ um ihn.
Deshalb ich weine nicht um ihn,
gegangen ist er seinen Gang.

Gattin:
So wie ein kleines Kind dem Mond,
wenn er verschwindet, weinet nach,
so würde sich verhalten wohl,
wer Abgeschied’nem trauert nach.

Da er verbrannt ist, weiß er nichts
von der Verwandten Klag’ um ihn.
Deshalb ich weine nicht um ihn,
gegangen ist er seinen Gang.

Magd:
So wie ein Wassertopf, wenn er
zerbrochen, nie wird wieder ganz,
so würde sich verhalten wohl,
wer Abgeschied’nem trauert nach.

Da er verbrannt ist, weiß er nichts
von der Verwandten Klag’ um ihn.
Deshalb ich weine nicht um ihn,
gegangen ist er seinen Gang.