Petavatthu
Buch 3
4. Die Spreu
Moggallāna:
Die Spreu vom Reis der eine, and’rer and’res,
und diese Frau eigen Fleisch verzehrt,
du aber stinkend widerlichen Dung.
Wofür ist dieses alles denn die Reife?Ehefrau:
Der da, der einst verletzte mich, die Mutter,
mein Mann, der war als Kaufmann ein Betrüger,
und die vom eignen Fleische lebt, die Schwiegertochter,
die war ein böses Lügenmaul gewesen.Ich aber, als ich einstmals Mensch gewesen,
war eine Hausfrau, Oberhaupt der Sippe.
Vor Reinen ich verbarg mein Gut,
damit ich nichts zu geben braucht.Mit Lügenworten täuschte ich:
„In diesem Haus gibt es nichts,
doch wenn ich was verborgen hätt’,
dann möchte Dung ernähren mich.“Als Reife dieser Wirkensart
und dieser Lügenworte auch,
verwandelte in Dung sich hier
mein Reis, der so wohlschmeckend war.Die Werke sind nicht wirkungslos,
die Taten werden nicht zu nichts.
Ich esse und ich trinke nun,
was übel riecht, mit Würmern, Kot.