Petavatthu

Buch 3

3. Beim See Rathakāra

Er:
Du wohnst in einem Schloss, erbaut aus Edelsteinen,
es leuchtet, strahlt in mannigfacher Weise.
Da bleibst du, und du bist von großer Macht auch,
so wie der volle Mond in seinem Lauf.

Wie gülden scheint die Haut dir ja zu glänzen,
gleich wie geschmolz’nes Gold bist du gar prächtig.
Du sitzt auf einem Ruhelager ohnegleichen,
doch bist allein du. Hast du keinen Gatten?

Auf allen Seiten hast ringsum du Lotusteiche,
die übersät mit vielen Blumen, weißem Lotos,
am Grunde und am Ufer voller Goldsand,
und nicht gibt es Morast dort oder Sumpfgewächse.

Viel Schwäne ich erblicke hier, den Geist erfreuend,
sie ziehen übers Wasser hin, gar majestätisch,
sie geben angenehme Töne von sich,
volltönig wie die Trommel klingt es da.

Du strahlst und leuchtest ruhmreich, überrühmlich,
in einem Boot fährst auf dem Wasser du dahin
mit schönen Wimpern, lächelnd, lieblich redend,
und alle Glieder schimmern trefflich, prächtig dir.

Dies Schloss ist frei von Fehl und steht auf eb’nem Boden,
Lustgärten hat’s, wo Lust, Genuss nur zunimmt.
Ich wünsche mir, o Frau, schön anzublicken,
im Wonnehain mit dir mich zu erfreu’n.

Sie:
Ein Werk musst wirken du, das hier empfindbar,
und richte stark dein Herz auf diesen Ort hier.
Nachdem gewirkt du Werke, die hier fühlbar,
kannst du erlangen mich, Erfüllung deiner Wünsche.

Sprecher:
„Gut“, sagte er, nachdem er sie vernommen.
Er wirkte Werke, die dort fühlbar wurden.
Nachdem er Werke wirkt, die dort empfindbar,
der Jüngling ward geboren dort, wo sie da lebte.