Petavatthu
Buch 3
6. Serinī
Anhänger:
Nackt bist du, unschön anzuseh’n,
bist abgezehrt, die Adern frei,
o du, von der man Rippen sieht,
du Mag’re, sag, wer bist du wohl?Petī:
Bin eine Petī ja, o Herr,
ging abwärts, kam in Yamas Welt.
Nachdem ich böses Werk gewirkt,
gelangt’ ich in die Petawelt.Anhänger:
Was hast du Böses denn getan
in Taten, Worten und dem Geist,
dass du als Ernte für dies Werk
zur Petawelt hinab gelangt?Petī:
Am öffentlichen Badeplatz
ich heimste halbe Groschen ein.
Genug zum Geben hatt’ ich zwar,
doch schafft’ damit kein Eiland mir.Jetzt geh ich durstig an den Fluss,
doch komm ich näher, ist er leer.
Am heißen Tag ich Schatten such,
doch komm ich näher, glüht er heiß.Es bläst ein Wind da über mich,
der feurig ist und brennend heiß.
Das habe ich, o Herr, verdient
und auch manch and’res Böse noch.Nach Hatthinipura geh’ hin
und richte meiner Mutter aus:
„Die Tochter dein hab’ ich geseh’n
auf schlechtem Gang, in Yamas Welt.
Weil übles Wirken sie gewirkt,
gelangt’ sie in die Petawelt.Vierhunderttausend ich besaß,
—und niemand gibt’s, der davon weiß—
versteckte alles dies gar fein
wohl unter meinem Ruhebett.Davon mög’ geben Gabe sie,
—ein langes Leben ich ihr wünsch’—
und wenn sie dann gegeben hat,
mög’ widmen sie mir das Verdienst.
Dann werd’ ich dadurch glücklich sein,
die Wünsche all’ sind mir erfüllt.“Sprecher:
„Gut“, sagt er, als er das gehört
und ging nach Hatthinipura.
Zu ihrer Mutter sprach er da:
Anhänger:
„Die Tochter dein hab’ ich geseh’n,
auf schlechter Bahn in Yamas Welt,
nachdem sie böses Werk gewirkt,
gelangt’ sie in die Petawelt.Sie damals hat gebeten mich,
nach Hatthinipura zu geh’n—
und sage meiner Mutter dort:
„Die Tochter dein hab’ ich geseh’n
auf schlechtem Gang, in Yamas Welt.
Weil übles Wirken sie gewirkt,
gelangt’ sie in die Petawelt.Vierhunderttausend ich besaß,
—und niemand gibt’s, der davon weiß—
versteckte alles dies gar fein
wohl unter meinem Ruhebett.Davon mög’ geben Gabe sie,
—ein langes Leben ich ihr wünsch’—
und wenn sie dann gegeben hat,
mög’ widmen sie mir das Verdienst.
Dann werd’ ich dadurch glücklich sein,
die Wünsche all’ sind mir erfüllt.“Sprecher:
Sie gab die Gabe also dann
und widmete ihr das Verdienst.
Da ward die Petī glücklich gleich,
ihr Leib war lieblich anzuschau’n.