Petavatthu
Buch 4
5. Das Zuckerrohr
Peta:
Ein ganzer Wald von Zuckerrohr erschienen
für mich ist; nicht wenig an Verdienst als Frucht,
doch für mich zum Genuss nicht das Geringste.
O zeig mir, Herr, wovon ist dies die Reife?Gequält bin ich, ich werd verzehrt, muss müh’n mich,
dass ich zu essen irgend etwas finde,
bin abgeschnitten von mir selbst, erbärmlich
stöhn ich: Für welche Tat ist das die Reife?Ich plag mich ab und falle auf die Erde nieder,
ich trockne aus, so wie ein Fisch in Hitze,
ich weine so, dass bitt’re Tränen rollen.
O zeig mir, Herr, wovon ist das die Reife?Bin hungrig sehr, erschöpft und schrecklich durstig,
ich zitt’re, finde weder Glück noch Wohlsein.
Ich frage dich, o Herr, was ist der Sinn da,
wie nur erlang ich, Zuckerrohr zu essen?Moggallāna:
Als Mensch du warst, in deinem letzten Leben,
da tatst du eine Tat zu deinen Gunsten.
Den Sinn davon, den werd ich dir erklären,
hör zu mir, und du wirst alsbald verstehen:Einst wandelt’st du, und Zuckerrohr aßt du dabei.
Da hinter dir kam noch ein Mann geschritten.
Er sagte dir, dass er sich was erhoffte,
doch du hast keines Wortes ihn gewürdigt.Obwohl du dich geweigert, was zu sagen,
hat er gebeten: „Herr, gib Zuckerrohr mir!“
Da gabst du ihm, jedoch gabst du’s von hinten.
Entsprechend ist die Reife deines Wirkens.Schau: greife nur ein Zuckerrohr von hinten.
Hast du’s ergriffen, dann kannst du’s auch essen,
und dadurch wirst befriedigt du dann werden,
beglückt, erhoben und erfüllt von Freude.Sprecher:
Er ging und nahm das Zuckerrohr von hinten.
Mit seinen Händen aß er es, zu seinem Nutzen.
So war er denn geworden ganz befriedigt,
beglückt, erhoben und erfüllt von Freude.