Petavatthu

Buch 4

6. Die Prinzen

Sprecher:
Sāvatthi war die Stadt genannt
am Abhang des Himālaya.
Es lebten einst zwei Prinzen dort,
des Königs Söhne waren sie.

Berauscht von dem, was reizend ist,
genossen sie der Sinne Lust.
Voll Gier nach gegenwärt’gem Wohl
die Zukunft kümmerte sie nicht.

Als Menschentum verließen sie,
als and’re Welt für sie ging auf,
sah man sie nicht, doch schrien sie,
weil übles Werk sie einst getan.

Petas:
Obwohl da überreichlich war,
zum Geben hatten vielerlei,
wir sorgten nicht für unser Heil,
auch nicht einmal für kleinstes Glück.

Was war es denn für böses Werk,
dass, als gestorben wir am Hof,
im Petareich erschienen sind,
von Durst und Hunger arg gequält?

Buddha:
Wer hier gelebt im Herrenstand,
wird drüben nicht auch wieder Herr.
Ob hochgestellt, ob niedrig da,
die Wesen leiden Hunger, Durst.

Wer dieses Elend hat erkannt,
das Herrschaftsrausch da bringt hervor,
der überwindet Herrschaftsrausch,
der Mann, der geht zur Himmelswelt.
Wenn hier der Leib wird abgelegt,
der Weise auf zum Himmel steigt.