Saṃyutta Nikaya 19

Lakkhaṇa

17. Der schlechte Mönch

So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene bei Rājagaha, im Bambus-Hain, am Fütterungsplatz der Eichhörnchen.

Damals nun lebten der Ehrwürdige Lakkhana und der Ehrwürdige Mahā-Moggallāna auf dem Geierspitz-Berg.

Der Ehrwürdige Mahā-Moggallāna kleidete sich eines Morgens an, nahm Gewand und Schale und begab sich zum Ehrwürdigen Lakkhana.

Dort angelangt sprach er zum Ehrwürdigen Lakkhana also: „Komm, Bruder Lakkhana, laß uns nach Rājagaha gehen um Almosenspeise.“—„Gut Bruder“, antwortete der Ehrwürdige Lakkhana dem Ehrwürdigen Mahā-Moggallāna.

Während da der Ehrwürdige Mahā-Moggallāna vom Geierspitz-Berg herabstieg, zeigte er, als er zu einem gewissen Platz kam, ein Lächeln.

Und der Ehrwürdige Lakkhana sprach zum Ehrwürdigen Mahā-Moggallāna also: „Was ist der Grund, Bruder Moggallāna, was ist die Ursache dafür, daß du ein Lächeln zeigtest?“—„Nicht ist es jetzt, Bruder Lakkhana, an der Zeit für diese Frage. Vor dem Erhabenen stelle mir diese Frage!“

Nachdem der Ehrwürdige Mahā-Moggallāna und der Ehrwürdige Lakkhana in Rājagaha um Almosenspeise gegangen waren, begaben sie sich nach der Rückkehr vom Almosengang, nach dem Mahle, zum Erhabenen, begrüßten ihn ehrerbietig und setzten sich zur Seite nieder.

Seitwärts sitzend sprach der Ehrwürdige Lakkhana zum Ehrwürdigen Mahā-Moggallāna: „Es hat da der Ehrwürdige Mahā-Moggallāna, vom Geierspitz-Berg herabsteigend, an einem gewissen Platze ein Lächeln gezeigt. Was war der Grund, Bruder Moggallāna, was war die Ursache, daß du ein Lächeln zeigtest?“

„Vom Geierspitz-Berg herabsteigend sah ich da einen Mönch, der sich in den Lüften bewegte.

Sein Gewand brannte, loderte und qualmte; auch seine Schale brannte, loderte und flammte; auch sein Gürtel brannte, loderte und flammte; auch sein Körper brannte, loderte und flammte. Einen Schmerzensschrei stieß er aus.“

„Dieser Mönch, ihr Mönche, war unter der Satzung Kassapas, des Vollkommen Erwachten, ein schlechter Mönch gewesen.“