Saṃyutta Nikaya 56

Wahrheit

16. Zu behalten II

„Behaltet ihr wohl, ihr Mönche, die von mir gezeigten vier edlen Wahrheiten?“ Auf diese Worte sprach einer der Mönche: „Ich behalte die vom Erhabenen gezeigten vier edlen Wahrheiten.“

„Wie aber behältst du, o Mönch, die von mir gezeigten vier edlen Wahrheiten?“

„Das Leiden, o Herr, behalte ich als die erste der vom Erhabenen gezeigten edlen Wahrheiten, die Leidensentwicklung als zweite, die Leidensauflösung als dritte, das zur Leidensauflösung führende Vorgehen als die vierte der vom Erhabenen gezeigten edlen Wahrheiten. Daß da irgendein Asket oder Brahmane sagen könnte: ‚Nicht ist Leiden die erste der vom Asketen Gotamo gezeigten edlen Wahrheiten, nicht Leidensentwicklung die zweite, nicht Leidensauflösung die dritte, nicht das zur Leidensauflösung führende Vorgehen die vierte der vom Asketen Gotamo gezeigten Wahrheiten. Dieses Leiden als erste der Wahrheiten verwerfend, werde ich ein anderes Leiden als erste Wahrheit zeigen, diese Leidensentwicklung, diese Leidensauflösung, dieses zur Leidensauflösung führende Vorgehen als zweite, dritte, vierte edle Wahrheiten zeigen.‘—ein solcher Fall findet sich nicht.

So behalte ich, o Herr, die vom Erhabenen gezeigten vier edlen Wahrheiten.“

„Gut, gut, o Mönch, gut behältst du die vom Erhabenen gezeigten vier edlen Wahrheiten. Genau so behalte, o Mönch, die von mir gezeigten vier edlen Wahrheiten. Daher, o Mönch, hast du dich also anzustrengen, um zu erkennen: ‚Das ist das Leiden, das die Leidensentwicklung, das die Leidensauflösung, das das zur Leidensauflösung führende Vorgehen‘.“