Theragāthā
Die Lieder der Mönche
Fünfer-Bruchstück
5.2. Subhūto (Gutgeworden)
Wer nicht ans Joch sich jocht das SELBST,
der Mann, der wünscht, die Pflicht zu tun,
der, wenn erhandelt, nichts erlangt,
der ist für mich ein Unglückszeichen.Verloren hat er ein erobert Land,
will eins er lassen, mag es sein wie Unglückswurf,
doch wenn er alle lassen will,
mag er ein Blinder sein, gleich-ungleich er nicht sieht.Was er zu tun wünscht, mag er sagen,
was nicht zu tun, das sag’ er nicht,—
den, der nichts tut, der stets nur redet,
durchschauen tief die Weisen wohl.Gleichwie die Blume leuchtend glänzt,
in Farbe strahlend, ohne Duft,
so ist das recht gesprochne Wort
fruchtlos für den, der es nicht tut.Gleich wie die Blume leuchtend glänzt,
in Farbe strahlend, voller Duft,
so ist das recht gesprochne Wort
fruchtreich für den, der es auch tut.