Vimānavatthu

Wege zum Himmel

1. Die Sitzbank I

Moggallāna:
Dein Diwan, ganz aus Gold gemacht, gar prächtig,
wohin du wünschst, er mit Gedankenschnelle geht.
Du bist geschmückt mit Kränzen, schön gekleidet;
du strahlest, wie der Blitz durch Wolken bricht.

Woher solch Schönheit kommt zu dir?
Was war’s, das dir nach hier gedieh?
Woher erlangtest Fülle du,
an dem, was deinem Geiste lieb?

So frag ich dich, o Göttin, die gar mächtig:
Als Mensch du warst, was an Verdienst hast du gewirkt?
Woher kommt es, dass du so mächtig strahlst,
dass deine Schönheit jede Richtung überhellt?

Sprecher:
Die Gottheit, die im Geist beglückt,
als Moggallāna sie befragt,
erklärt auf seine Frage ihm,
welch Wirken diese Frucht erzeugt.

Göttin:
Als unter Menschen ich als Mensch geboren,
gab einem Wand’rer einen kleinen Sitz ich einst,
grüßte ihn respektvoll mit erhob’nen Handgruß
und hab im Rahmen meiner Mittel ihn bedient.

Daher kommt mir solch Schönheit zu,
das ist’s, was mir nach hier gedieh,
daher erlangt die Fülle ich,
an dem, was meinem Geiste lieb.

So zeigt’ ich dir, o Mönch, der du gar mächtig,
was ich als Mensch mir an Verdienst gewirkt hab.
Daher kommt es, dass ich so mächtig strahle,
dass meine Schönheit jede Richtung überhellt.