Vimānavatthu

Wege zum Himmel

11. Die treue Gattin I

Moggallāna:
Reiher, Pfaue und auch himmlisch Schwäne,
Kuckucke mit schöner Stimme fliegen
in dem Vimāna lieblich, blütenreich,
mit Dienern, Dienerinnen reich an Zahl.

Da wohnst du, Göttin, groß an Macht,
Magie gar vielfach du beherrschst,
und diese Nymphen ringsherum,
sie tanzen, singen voller Freud.

Hast göttliche Magie und große Macht.
Als Mensch du warst, durch welch Verdienst wohl
hast du bewirkt denn, dass du also leuchtest,
dass allerwärts dein Körper herrlich strahlt?

Sprecher:
Die Gottheit, die im Geist beglückt,
als Moggallāna sie befragt,
erklärt auf seine Frage ihm,
welch Wirken diese Frucht erzeugt.

Göttin:
Als unter Menschen ich einst Mensch geworden,
war eine gute Gattin ich, die treu war,
wie eine Mutter wohl ihr eigen Kind behütet,
selbst wenn ich ärgerlich, so sprach ich barsch nie.

Der Wahrheit anverlobt, verwarf ich Lüge,
war gebefroh, im Guten gern gesammelt,
gab Speis und Trank nur stets mit heit’rem Herzen,
gab würdigend, an Gaben unermesslich viel.

Daher kommt mir solch Schönheit zu,
das ist’s, was mir nach hier gedieh,
daher erlangte Fülle ich,
in dem, was meinem Geiste lieb.

So zeigt ich dir, o Mönch, der du gar mächtig,
was ich als Mensch mir an Verdienst erwirkt hab,
daher kommt’s, dass ich so mächtig strahle,
dass meine Schönheit jede Richtung überhellt.