Vimānavatthu
Wege zum Himmel
12. Die treue Gattin II
Moggallāna:
Mit Pfeilern aus Beryll, die glänzen, strahlen,
so ist ja dein Vimāna vielfach prächtig,
da wohnest du, o Göttin, groß an Mächten,
magiegewaltig schaffst verschied’ne Formen du.Und diese Nymphen ringsherum,
sie tanzen, singen voller Freud.Hast göttliche Magie und große Macht.
Als Mensch du warst, durch welch Verdienst wohl
hast du bewirkt denn, dass du also leuchtest,
dass allerwärts dein Körper herrlich strahlt?Sprecher:
Die Gottheit, die im Geist beglückt,
als Moggallāna sie befragt,
erklärt auf seine Frage ihm,
welch Wirken diese Frucht erzeugt.Göttin:
Als unter Menschen einst ich Mensch geworden,
Anhängerin war ich, geklärten Auges:
Lebend’ges umzubringen lag mir fern,
mied Nichtgegebnes in der Welt zu nehmen,trank keinen Rauschtrank, sprach keine Lüge,
mit eig’nem Gatten war zufrieden ich,
gab Speis und Trank nur stets mit heitrem Herzen,
gab würdigend, an Gaben unermesslich viel.Daher kommt mir solch Schönheit zu,
das ist’s, was mir nach hier gedieh,
daher erlangt die Fülle ich,
an dem, was meinem Geiste lieb.So zeigt ich dir, o Mönch, der du gar mächtig,
was ich als Mensch mir an Verdienst erwirkt hab,
daher kommt es, dass ich so mächtig strahle,
dass meine Schönheit jede Richtung überhellt.