Vimānavatthu
Wege zum Himmel
13. Die Schwiegertochter I
Moggallāna:
Gar überschön bist prächtig du,
wie du da stehst, o Göttliche,
nach zehn der Seiten strahlend hin,
so wie der Morgenstern es tut.Woher bist du geworden so,
weshalb hast dieses du erlangt
und fallen dir Genüsse zu,
die lieb dem Geiste immer sind?Ich frage dich, o Göttin, du Vielmächt’ge,
als Mensch du warst, durch welch Verdienst wohl
hast du bewirkt denn, dass du also leuchtest,
dass allerwärts dein Körper herrlich strahlt?Sprecher:
Die Gottheit, die im Geist beglückt,
als Moggallāna sie befragt,
erklärt auf seine Frage ihm,
welch Wirken diese Frucht erzeugt.Göttin:
Als unter Menschen ich einst Mensch geworden,
war Schwiegertochter ich im Haus der Schwiegereltern,
ich sah da fleckenlosen Mönch,
der heiter ganz und ungetrübt,Reiskekse gab ich ihm spontan,
gar heit’ren Sinns, mit eig’ner Hand,
die Hälfte meines Teils gab ich,
jetzt freu ich mich im Wonnehain.Daher kommt mir solch Schönheit zu,
das ist’s, was mir nach hier gedieh,
daher erlangt die Fülle ich,
an dem, was meinem Geiste lieb.So zeigt ich dir, o Mönch, der du gar mächtig,
was ich als Mensch mir an Verdienst erwirkt hab,
daher kommt’s, dass ich so mächtig strahle,
dass meine Schönheit jede Richtung überhellt.