Vimānavatthu

Wege zum Himmel

39. (IV, 1): Karmesinrot

Moggallāna:
Karminrot dein Vimāna ist,
der Boden ist bestreut mit Gold,
und die Musik im Fünferspiel,
die wohlgespielt, erfreuet dich.

Steigst vom Vimāna du herab,
das wohlgefügt, juwelenreich,
gehst du in einen Sāla-Wald,
der blüht zu jeder Jahreszeit.

An welchem Sāla-Baum es sei,
wo du, o Göttin, stehen magst,
beugt sich der Baum zu dir herab
und überstreut mit Blüten dich.

Der Sāla-Wald, von Vögeln voll,
wird sanft vom Winde leicht bewegt,
und wie beim Mañjūsaka-Baum
nach allen Seiten duftet es.

Der schönste Duft entströmet dir,
dein Leib sieht außermenschlich aus.
Sag an, o Göttin, was ich frag,
von welchem Wirken ist’s die Frucht?

Göttin:
Als Mensch ich unter Menschen war,
in edlem Haus war Dien’rin ich.
Als ich den Buddha sitzen sah,
streut Sāla-Blüten über ihn.

Aus Sāla-Blüten einen Kranz,
der schön gebunden war von mir,
hab ich den Buddha dann verehrt
mit eig’ner Hand und heit’rem Sinn.

Nachdem dies Wirken ich gewirkt,
das heilsam, das Erwachter lobt,
bin ich ohn’ Kummer glücklich nun,
erfüllt mit Freude und gesund.