Vimānavatthu
Wege zum Himmel
40. (IV, 2): Strahlend
Moggallāna:
Von höchstem Glanz strahlst Schönheitsschimmer du,
die Kleider dein sind wunderbar gefärbt,
voll Macht, die Glieder glänzen sandelgleich.
Wer bist du, schöne Göttin, die mich grüßt?Dein Ruhebett hat große Pracht,
mit Edelsteinen bunt verziert.
Darauf sitzt strahlend nieder du,
wie Götterfürst im Wonnehain.Welch guten Wandel führtest du, o Holde,
welch Wirkens Frucht in Götterwelt genießest du?
Gefragt, o Göttin, sag mir an,
von welchem Wirken ist’s die Frucht?Göttin:
Als einst du um Almosen gingst,
gab Blumen ich und Sirup dir, o Herr.
Von solchem Wirken ist’s die Frucht,
dass ich in Götterwelt genieß.Doch hat die Reue mich gepackt;
verfehlt hab ich’s, ich hab’s versäumt,
ich wollt die Lehre hören nicht,
die des Gesetzes Fürst gezeigt.Ich sag dir an, verehrter Herr:
Wer immer zu bedauern ist,
dem sollt die Lehre weisen man,
die des Gesetzes Fürst gezeigt.Wer da den drei Juwelen traut,
Erwachtem, Lehre, Jüngerschar,
der immer überstrahlet mich
in Lebenskraft und Ruhm und Glück.Es sind solch andre Götter dann
von größrer Schönheit als ich bin,
sie überstrahlen mich in Glanz,
und größer ist auch ihre Macht.