Vimānavatthu
Wege zum Himmel
44. (IV, 6): Das Kloster
Anuruddha:
Vers 724–730 = 676–681Göttin:
Die Freundin mein in Sāvatthi,
dem Orden einst ein Kloster baut.
Als ich es sah, das war mir lieb,
da stimmte heiter ich dem zu.Durch diese reine Zustimmung
erwarb ich dies Vimāna dann,
das rundum sechzehn Meilen groß.
Durch meine Macht fliegt’s durch die Luft.In Giebelhäusern wohne ich,
in gleiche Räume abgeteilt,
gar strahlend leuchtend überall
in alle vier der Richtungen.Die Lotosteiche, die ich hab,
mit Breithaarfischen sind sie voll,
ihr klares Wasser ist schön kühl,
mit einem Strand aus gold’nem Sand.Von Lotos vielfach überdeckt,
von roten, weißen übersät,
gar lieblich
und herrlich sanft vom Wind bewegt.Jackfrüchte, Rosenäpfel auch,
Palmyra-Palmen, Kokosnuss,
bei meiner Wohnung wachsen da
verschied’ne Bäume wild empor.Musik von jeder Art ertönt
und Nymphenscharen singen fein.
Wer das auch nur im Traume säh’,
der wär’ damit zufrieden schon.Solch ein Vimāna wunderbar,
das durch und durch erstrahlet nur,
ist durch mein Wirken mir gewährt.
Verdienst zu wirken reicht als Grund,
darum Verdienst man wirken sollt.Anuruddha:
Durch deine reine Zustimmung
hast dies Vimāna du erlangt.
Die Frau, die jene Gabe gab,
welch Fährte sie beschritt, sag an.Göttin:
Die einstmals meine Freundin war, o Herr, gewesen,
ein großes Kloster ließ erbauen sie dem Orden.
Nachdem die Lehre sie verstanden, gab sie Gaben
und ist bei den Schöpfungsfreud’gen nun erschien.Dort ist sie Königin, heißt Sunimmittā.
Des Wirkens Frucht ist denkend nicht zu fassen.
Was du mich fragtest, wo sie sei erschienen,
ich hab erklärt es dir, so wie es ist.Daher nun mög’st du andere ermuntern,
dass Gaben sie dem Orden geben, freud’gen Sinnes,
der Lehre lauschend dann mit heit’rem Geiste,
dass Mensch sie werden, was ja schwer erlangbar.Beim Pfadbeherrscher, der den Pfad uns aufzeigt,
mit Brahmastimme, gülden leuchtend seine Haut,
geb man dem Orden Gaben, freud’gen Sinnes.
Von großer Frucht wird solche Gabe sein.Die acht Personen, die auf Dauer heiter,
vier Paare sind sie, diese Jünger
von dem Willkommnen, wert der Gaben:
Da wird die Gabe große Frucht erlangen.
Verse 745–749 sind eine Wiederholung von 637–641 mit dem Preisen guten Wirkens, das zum Himmel führt.