Vimānavatthu
Wege zum Himmel
46. ( IV, 8): Die Mango I
Moggallāna:
Gar himmlisch und entzückend ist dein Mangohain,
groß und geräumig die Terrasse dein,
und überall ertönt Musik
von einer großen Nymphenschar.Die große gold’ne Lampe da
beleuchtet ohne Unterlass
die Bäume, überall bedeckt
mit Früchten, die aus Stoff gemacht.Weshalb bist du geworden so,
weshalb hast dieses du erlangt
und fallen dir Genüsse zu,
die lieb dem Geiste immer sind?Ich frage dich, o Göttin, du Vielmächt’ge,
als Mensch du warst, durch welch Verdienst wohl
hast du bewirkt denn, dass du also leuchtest,
dass allerwärts dein Körper herrlich strahlt?Sprecher:
Die Gottheit, die im Geist beglückt,
als Moggallāna sie befragt,
erklärt auf seine Frage ihm,
welch Wirken diese Frucht erzeugt.Göttin:
Als unter Menschen einst ich Mensch geworden,
als ich in Menschenwelt zuletzt geboren,
dem Orden baut ein Kloster ich,
mit Mangobäumen ringsherum.Als dieses Kloster fertig war
und ich die Widmung da vollzog,
bedeckte ich die Mangobäum’
mit Früchten, die aus Stoff gemacht.Ich zündet eine Lampe an,
versorgte wohl die beste Schar
und übergab’s dem Orden dann
mit eig’ner Hand und heitrem Sinn.Daher mein Mangohain ist so entzückend,
groß und geräumig die Terrassen sind,
und überall ertönt Musik
von einer großen Nymphenschar.Die große goldne Lampe da
beleuchtet ohne Unterlass
die Bäume, überall bedeckt
mit Früchten, die aus Stoff gemacht.Daher bin ich geworden so,
deshalb hab dieses ich erlangt
und fallen mir Genüsse zu,
die lieb dem Geiste immer sind.So zeigt ich dir, o Mönch, du vielfach Mächt’ger,
durch welch Verdienst als Menschgeword’ne einst ich
bewirkt hab, dass ich also leuchte,
dass allerwärts mein Körper herrlich strahlt.