Vimānavatthu

Wege zum Himmel

47. (IV, 9): Gelb

Sakka:
Mit gelbem Kleid, mit Flaggen gelb,
mit gelbem Schmucke schön geziert,
mit gelbem Sandel eingeölt,
trägst gelbe Lotoskränze du.

Gelb der Palast, gelb ist dein Bett,
dein Sitz und deine Schale auch,
dein Sonnenschirm, dein Wagen gelb,
die Rosse gelb, die Fächer gelb.

Welches Wirken, Holde, hast vollbracht,
als früher du gewesen Mensch?
Ich frage dich, Göttin, sage mir,
von welchem Wirken ist’s die Frucht?

Göttin:
Ein Kürbis wächst da auf, o Herr,
der bitter ist und nicht beliebt,
von diesem nahm vier Blüten ich
und brachte zu dem Stūpa sie.

Des Meisters Resten zugewandt,
ganz heiter im Gemüt erfüllt,
ich achtete des Weges nicht
und dachte an den Stūpa nur.

Als dann die Kuh mich niederschlug,
ich nur im Geist beim Stūpa war;
denn hätt’ ich ihn erreicht, alsdann
wär mein Verdienst noch größer wohl.

Durch jenes Wirken, Götterfürst,
o Maghavat, du Götterilph,
nachdem den Leib ich abgelegt,
bin hierher ich gekommen nun.

Sprecher:
Der Herr der Dreißig, Maghavat,
der Götter-Ilph hört dies sich an.
Dann wandt er sich an Mātali,
erheiternd seiner Götter Schar.

Sakka:
Sieh, Mātali, wie wunderbar,
wie reich die Frucht des Wirkens ist:
Wo wenig nur gewirkt, da ist
doch riesengroß Verdienstes Frucht.

Wo heiter ist das Herz gestimmt,
da keine Gabe ist gering
an Buddha, den Vollendeten,
sowie an dessen Jüngerschar.

Komm, Mātali, lass uns verehr’n
nur immer mehr und mehr ja noch
Reliquien des Vollendeten.
Verdienst anhäufen, das bringt Wohl.

Ob lebend, ob erloschen er,
ist gleich das Herz, ist gleich die Frucht.
So wie gerichtet das Gemüt,
der Wesen gute Fährte ist.

Zu vieler Heil Vollendete
erscheinen wahrlich in der Welt,
so dass zum Himmel Geber geht,
wenn er sein Wirken hat gewirkt.