Vimānavatthu

Wege zum Himmel

78. (VII, 4): Aus Gold

Moggallāna:
Auf einem Berge ganz aus Gold
erstrahlst nach allen Seiten hin,
bedeckt mit goldnen Netzen ist’s,
und Glöckchen klingen überall.

Achteckig Pfeiler, wohlgefügt,
sind alle aus Beryll gemacht,
und jede Seite, die besteht
aus sieben Arten Edelstein.

Es wechselt Gold ab mit Beryll,
und Silber wechselt mit Kristall,
mit Katzenaugen da besetzt,
mit Perlen und Rubinen noch.

Ein solcher Platz erfreut den Geist,
kein Staub wird aufgewirbelt dort.
Dort gelbe Stützen sind erbaut,
die halten fest das Giebeldach.

Vier Treppen gibt es dort zu sehn,
nach allen den vier Richtungen,
und Räume edelsteingeschmückt,
die leuchten, wie die Sonne strahlt.

Gesimse gibt es vierfach da,
die Teile passen wohlgefügt,
sie leuchten und sie glänzen da
in alle der vier Richtungen.

In dem Vimāna wunderbar
als Göttersohn von großem Glanz,
da überstrahlst an Schönheit du
sogar den Sonnenaufgang noch.

Ist dies die Frucht des Gebens nun?
Ist es von Tugenden die Frucht?
Ist es vom Handgruß dir erwirkt?
So frag ich dich, sag es mir an.

Sprecher:
Der Göttersohn, im Geist beglückt,
als Moggallāna ihn befragt,
erklärt auf seine Frage ihm,
welch Wirken diese Frucht erzeugt.

Göttersohn:
In Andhakavinda hab ich
Erwachtem, diesem Sonnensohn,
ein Kloster einstmals da geschenkt
mit eig’ner Hand und heit’rem Sinn.

Mit Düften und mit Kränzen ich,
mit Salben, allerlei Bedarf,
dem Meister schenkt die Stätte ich,
war heiter im Gemüt dabei.

Dadurch hab dieses ich erlangt;
nach Herzenslust im Wonnehain
ergeh ich mich und freu ich mich,
wo Vögel aller Art es gibt.
Da freu ich mich an Tanz und Sang,
umgeben von der Nymphen Schar.