Vimānavatthu
Wege zum Himmel
79. ( VII, 5): Die Mango II
Göttersohn:
Im letzten Monat heißer Zeit,
als glühend da die Sonne brannt’,
war ich von andern angestellt,
zu wässern einen Mangohain.Da sah ich kommen einen Mönch,
als Sāriputta wohlbekannt,
ermattet war der Körper ihm,
doch nicht ermattet das Gemüt.Und während ich die Mangos goss,
und während er da ging vorbei,
sagt ich: „Gut wär’s, zu baden euch,
das würd’, o Herr, mir bringen Wohl.“Von Mitleid da bewogen er
legt Mantel, Schale ab, setzt sich
im Schatten unter einem Baum –
nur ein Gewand trug er da noch.Mit frischem Wasser, heit’ren Sinns,
hab ich gebadet dann den Mann,
wie unter einem Baum er saß
in seinem einzigen Gewand.Gewässert war der Mango, gebadet der Asket,
nicht wenig hatte dadurch ich an Verdienst erwirkt.
So meinen Körper da durchdrang
Entzücken völlig, ganz und gar.Dies war das einzige Verdienst,
das ich in jenem Leben wirkt.
Nachdem den Leib ich abgelegt,
stieg ich empor zum Wonnehain,ergeh mich dort und freue mich,
wo Vögel aller Art es gibt;
da freu ich mich an Tanz, Gesang,
umgeben von der Nymphen Schar.