Vimānavatthu
Wege zum Himmel
82. (VII, 8): Anekavaṇṇa
Moggallāna:
In dem Vimāna, in dem vielfach bunten, schönen,
wo Spaltung es und Kummer nicht mehr gibt,
da weilest du, von Nymphenschar umgeben,
gleichwie Sunimmitta, der Herr der Wesen.Da gleicht dir keiner, und erst recht ist keiner höher
an Ruhm und an Verdienst und an der Macht-Magie.
Die Dreiunddreißig Götterscharen da versammelt,
verneigen sich vor dir, so wie vorm Mond,
und viele Nymphen tanzen, singen, freuen sich.Hast göttliche Magie und große Macht.
Als Mensch du warst, durch welch Verdienst wohl
hast du bewirkt denn, dass du also leuchtest,
dass allerwärts dein Körper herrlich strahlt?Sprecher:
Die Gottheit, die im Geist beglückt,
Moggallāna sie befragt,
erklärt auf seine Frage ihm,
welch Wirken diese Frucht erzeugt.Göttersohn:
Ich war, o Herr, in längst vergangnen Zeiten
ein Jünger des erwachten Siegers Sumedha,
doch blieb ein Weltling ich, fern dem Erwachen,
obwohl ein Pilger ich ja sieben Jahre war.Als Meister Sumedha, der Sieger, war erloschen,
als er die Flut gekreuzt, Soheit erreicht,
hab vor dem Stūpa aus Juwelen, goldbenetztem,
ich stets mich wohl verneigt, im Herzen heiter.Ich hatte keine Gaben, nichts zu geben,
doch andre hab ich dazu angespornt:
„Verehret dies verehrenswerte Denkmal,
so werdet ihr von hier zum Himmel gehn.“Das heilsam Wirken, das einst ward getan von mir,
das Werk, das Wohl aufziehet, das genieße ich,
erfreue mich inmitten von der Schar der Dreißig,
es ist ja mein Verdienst noch lange nicht versiegt.