Aṅguttara Nikāya
Das Sechser-Buch
38. Eigene und fremde Tat
Ein Brahmane sprach zum Erhabenen:
„Ich, Herr Gotama, behaupte und bin der Ansicht, daß es weder eine eigene Wirksamkeit gibt, noch fremde Wirksamkeit.“
„Möchte ich doch, Brahmane, von einem Menschen mit solchem Glauben und solchen Ansichten nie etwas sehen oder hören! Wie kann man denn, während man doch selber auf- und abgeht, behaupten, daß es weder eine eigene noch eine fremde Wirksamkeit gibt? Was meinst du, Brahmane gibt es wohl solche Eigenschaften wie die des Sichaufraffens, des Weiterstrebens, der kraftvollen Durchführung, der Beharrlichkeit und der Strebsamkeit?“
„Gewiß, o Herr.“
„Wenn es nun aber solche Eigenschaften wie das Sichaufraffen und die anderen gibt, gibt es dann nicht wohl auch Wesen, denen diese Eigenschaften eignen?“
„Gewiß, o Herr.“
„Wenn es also, Brahmane, solche Eigenschaften gibt und Wesen anzutreffen sind, denen diese eignen, so gibt es eben bei den Wesen eigene Wirksamkeit und fremde Wirksamkeit. Möchte ich doch, Brahmane, von einem Menschen mit solchem Glauben und solchen Ansichten nie etwas sehen oder hören! Wie kann man denn, während man doch selber auf- und abgeht, behaupten, daß es weder eine eigene noch eine fremde Wirksamkeit gibt?“
„Vortrefflich, Herr Gotama! Vortrefflich, Herr Gotama! Möge mich der Herr Gotama als einen Anhänger betrachten, der von heute ab zeitlebens Zuflucht genommen hat!“