Die Fragen des Königs Milinda
Teil 2: Fragen über charakteristische Merkmale
Kapitel 3
3.3.12. Bewußtsein
„Welches charakteristische Merkmal aber, o Herr, besitzt das Bewußtsein (viññāna)?“
„Daß es sich der Dinge bewußt ist, o König.“
„Erläutere mir dies!“
„Gleichwie, o König, der Stadtwächter, der inmitten der Stadt am Kreuzungspunkte der vier Hauptstraßen sitzt, sehen kann, wenn einer von Osten, Westen, Norden oder Süden her kommt; ebenso auch, o König, ist man sich der Form bewußt, die man mit dem Auge sieht, des Tones, den man mit dem Ohre hört, des Duftes, den man mit der Nase riecht, des Saftes, den man mit der Zunge schmeckt, des Tastobjektes, das man mit dem Körper tastet und des geistigen Objektes, das man mit dem Geist erkennt. Demgemäß, o König, besitzt das Bewußtsein das charakteristische Merkmal, daß es sich der Dinge bewußt ist.“
„Klug bist du, ehrwürdiger Nāgasena!“