Petavatthu
Buch 2
11. Das Fadenknäuel
Mädchen:
Einst gab ich einem Pilger, einem Mönche,
ein Fadenknäuel, um das er mich gebeten.
Als Ernte dafür hab ich reinste Frucht erlangt:
Viel Kleider sind, Millionen, mir erstanden.An Stätte, die mit Blumen übersät, entzückend,
vielfach geschmückt, bedient von Männern, Frauen,
so leb’ ich im Genuss und kleide schön mich,
der große Reichtum, der versiegt mir nimmer.Als Ernte jener Tat ist dies gefolgt mir,
Glück und auch Wonne hab’ ich hier erlangt.
Und geh’ ich wieder in die Welt der Menschen,
Verdienst will wirken ich, für mich, Verehrter.Yakkha:
Vor siebenhundert Jahren bist du hergekommen,
alt und verfallen würd’st du dort erscheinen,
Verwandte alle sind auf Erden längst gestorben,
was willst du denn zurück zu Menschen kehren?Mädchen:
Vor sieben Jahren bin zu dir ich kommen,
viel himmlisch’ Glück hab’ ich bei dir genossen,
und geh’ ich wieder in die Welt der Menschen,
Verdienst will wirken ich, für mich, Verehrter.Sprecher:
Er nahm sie, fasste fest am Arm sie,
führt sie zurück als Alte, Schwache:
Yakkha:
„Sag ander’n auch, die zu dir werden kommen:
‘Erwirkt Verdienst, dann wird euch Wohlsein folgen’“Mädchen:
Gesehen hab’ ich: Wer versäumet Gutes,
muss leiden, sei ein Peta, sei ein Mensch er.
Doch so er wirket, dass er Wohlsein aufzieht,
als Gott, als Mensch, wird er im Glück ein Wesen.