Saṃyutta Nikaya 35

Salāyatana

73. Die sechs Berührungsgebiete III

„Wer da, ihr Mönche, als Mönch nicht der Wirklichkeit gemäß der 6 Berührungsgebiete Entstehen und Vergehen, Labsal, Elend und Entrinnung erkennt, der hat den Brahma-Wandel nicht vollendet, fern steht er von dieser Lehre und Ordnung.“

Nachdem der Erhabene dies gesagt hatte, wandte sich ein gewisser Mönch also an den Erhabenen: „Jetzt bin ich, o Herr, entmutigt, denn ich erkenne nicht der Wirklichkeit gemäß der 6 Berührungsgebiete Entstehen und Vergehen, Labsal, Elend und Entrinnung.“

„Was meinst du, Mönch, ist das Auge beständig oder unbeständig?“

„Unbeständig, o Herr.“

„Was aber unbeständig ist, ist das Wehe oder Wohl?“

„Wehe, o Herr.“

„Was aber unbeständig, Wehe, veränderlich ist, ist das zutreffend so zu betrachten: ‚Das gehört mir, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

„Gewiß nicht, o Herr.“

„Und ganz genau so ist es bei den anderen Sinnen. So sehend, a Mönch, findet der erfahrene edle Jünger nichts am Auge, am Ohr, an der Nase, an der Zunge, am Körper, am Geist. Nichts daran findend, wird er entreizt. Entreizt ist er erlöst: ‚Im Erlösten ist die Erlösung‘ erkennt er! ‚Versiegt ist die Geburt, vollendet ist der Brahma-Wandel gewirkt das Werk, nichts Höheres gibt es über dieses hier‘ versteht er da.“