Saṃyutta Nikaya 54

Ein- und Ausatmungen

6. Arittho

In Sāvatthi. Dort sprach der Erhabene:

„Entfaltet ihr wohl, ihr Mönche, bedachtsame Ein- und Ausatmung?“

Auf diese Worte wandte sich der Ehrwürdige Arittho an den Erhabenen: „Ich, o Herr, entfalte bedachtsame Ein- und Ausatmung.“

„Wie aber, Arittho, entfaltest du bedachtsame Ein- und Ausatmung?“

„Zu einstigen Sinnendingen überwinde ich Wunscheswillen, zu künftigen Sinnendingen ist mir Wunscheswille vergangen. Bei inneren und äußeren Dingen ist die Wahrnehmung von Widerstand wohl verwunden. Und so atme ich bedachtsam ein, so atme ich bedachtsam aus. Derart, o Herr, entfalte ich bedachtsame Ein- und Ausatmung.“

„Es gibt, Arittho, diese bedachtsame Ein- und Ausatmung. Ich sage nicht, daß es sie nicht gibt. Aber wie, Arittho, bedachtsame Ein- und Ausatmung vollkommen und vollständig ist, das höre und merke wohl, was ich sage.“

„Sehr wohl, Herr“, erwiderte da der Ehrwürdige Arittho dem Erhabenen. Der Erhabene sprach:

„Wie wird bedachtsame Ein- und Ausatmung vollkommen und vollständig? Da begibt sich der Mönch in den Wald und übt die sechzehnfache Atembetrachtung.“